Donnerstag, 13. Oktober 2011

Vorbereitungen für nächste Sambiareise

Nächste Woche Mittwoch geht's los: Visitationsreise zusammen mit Erhard Weiß nach Sambia/BOCCS. Jetzt laufen die Vorbereitungen konkret an.


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Montag, 7. September 2009

Fasten your Seatbelts: Letzte Meldung aus Sambia - auch von Horst Schl.


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So, nachdem wir an der Straße bei Kafue Giraffen und Sonstiges Kleingetier eingekauft haben und wir dann in Lusaka gut gegessen (und auch geduscht) haben, sitzen wir nun, um 23:30 im Flughafen von Lusaka kurz vor Boarding. Es geht heim. Das ist das vorläufige Ende meines Reiseblogs.
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Weitere Infos zum Thema HIV/AIDS auf der Atkins-Farm

Wir wurden von Nina und George Atkins auf ihrer Farm zur Mittagspause erwartet. Sie hatten unerwartet ein tolles Buffet für uns aufgebaut. Klasse!

Hochinteressant wurde es dann, als Nina, selbst eine Hebamme, die drei Tage pro Woche im Busch arbeitet, über ihre Erkenntnisse zum Thema AIDS sprach. Sie ist dabei, ein Leerbuch zu schreiben, welches vor Ort angewendet werden soll. Dabei erlebt sie viele Anfechtungen.
Nina zeigte nochmals die komplizierten Zusammenhänge auf. Unter anderem erklärte sie, warum das ABC-Programm nicht funktioniert. Das "A" für Abstinenz und das "B" für Be faithful werden nur belächelt. Und 99% bevorzugen Sex ohne Condom. Soviel zu "C". ABC ist ein westliches Konzept, welches nicht ins südliche Afrika passt.
Die Lösung liegt in einer Verhaltensänderung. Die Frage ist jedoch, wie diese geschehen kann? Nina erzählte ein eindrückliches Beispiel nach dem anderen über die "Gefangenschaft" der Männer und Frauen in ihrer kulturell-traditionellen Prägung. Es ging vom Frauen- und Männerbild (und viel falsch verstandener christlicher Lehre dazu - eher alttestamentlich und gesetzlich) über das Problem des Brautpreises (die Frau wurde gekauft und hat nun entsprechend zu "performen") bis hin zu einer falsch verstandenen Sexualität (Sex ist fast immer mit einer Gegenleistung verbunden und bewegt sich damit fast schon an der Grenze zur Prostitution, bzw. wird diese Grenze leicht überschritten). Immer, wenn über Veränderungen gesprochen wird, dann ist man bald bei religiösen bzw. christlichen Themen angelangt. Das ist einfach in den Alltag der Sambianer eingewoben und kann nicht losgelöst von der AIDS-Problematik behandelt werden.
Nina sagte, das letztlich nur wenig Hoffnung da sei. Aber wenn durch die Kraft des Evangeliums und durch den Heiligen Geist nur einige verändert würden, dann würde sich jeder Einsatz lohnen. Denn diese Menschen würden langfristig eine Veränderung bei vielen anderen bewirken.

Wow, das war eine interessante Begegnung. Die hat länger gedauert, als geplant. Jetzt sind wir wieder im Bus auf dem Weg nach Lusaka.

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Der 12. Tag: Alles geht einmal zuende

Heute Morgen waren alle schon früh auf. Es geht wieder heimwärts!
Um 7.15 Uhr war schon alles im Bus verstaut und wir verließen das Fawlty Towers Richtung ZigZag. Dort stand Frühstück auf dem Programm. Da dieses Mal vorbestellt war, ging alles viel schneller. Und ich hatte so schon um 7.45 Uhr mit meinem "Frühstück" zu kämpfen. Ehrlich. Aber gestandene Männer gewinnen solche Kämpfe natürlich auch früh am Morgen! ;-)



Mittlerweile sind wir schon knapp 2,5 Stunden unterwegs von Livingstone Richtung Lusaka. In etwa 1,5 Stunden werden wir die Atkins-Farm erreichen, wo wir eine Mittagspause einlegen werden.

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Live-Mitschnitt aus dem Gottesdienst in Mwandi


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In Mwandi hat der Westen noch nicht so stark Einzig gehalten. Es werden viele Lieder noch auf eher traditionelle Weise gesungen.
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Der 11. Tag: Armut, Kultur, Bildung und HIV/AIDS - die Zusammenhänge sind unglaublich kompliziert

Wieder ist ein langer Tag vorbei. Der Morgen begann um 7 Uhr recht dramatisch. Der Busfahrer hatte verschlafen. Aber das war es nicht, sondern dieses "zufällige Missgeschick" gab uns die Zeit, angemessen auf eine schlechte Nachricht zu reagieren.
Ein Reiseteilnehmer hatte die Nachricht erhalten, dass die Tochter am Abend zuvor in Deutschland einen schweren Verkehrsunfall erlitten hatte und im Krankenhaus lag. Was macht man da so weit weg in Sambia?Wir haben miteinander gebetet! Dabei stützten wir uns auf Gottes Zusage für diesen Tag, dass sein neuer Bund mit uns ewig besteht. Er ist treu und lässt uns nicht im Stich. Er hat alles unter Kontrolle:
"Gott sprach: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde." (1.Mose 9,13)
Was kann es angesichts des Regenbogen in der Gischt der Victoriafälle für eine deutlichere Zusage geben?

Nach dann schneller Fahrt ereichten wir doch noch pünktlich um 9 Uhr den Gottesdienst auf der Missionsstation Mwandi, etwa 120 km von Livingstone entfernt Richtung Sesheke/Katima Mulilo. Solch ein sambischer Bus fährt eben auch mal 120 bis 130 Sachen auf relativ guter Straße. Der Fahrer übersah nur ein Mal ein heftiges Schlagloch, was dann eine schlotternde Bustür nach sich zog. Konnte aber repariert werden.
Im Gottesdienst der United Church of Zambia saß auch der Lozi-Senior-Chief. Er ist der vierthöchste Lozi-Vertreter und ein überzeugter Christ. Aber auch er ist immer noch eingebunden in viele, letztlich nicht immer gute kulturelle Zwänge.
Wir verstanden im Gottesdienst nicht alles, weil auch in Stammessprache geredet und gesungen wurde. Aber vorne am Rednerpunkt stand aus Psalm 23 abgedruckt: "Der Herr ist mein Hirte!" Eine weitere Zusage, die unglaublich passend war. Denn der gute Hirte führt auch durch dunkle Täler. Und dann erfuhren wir, dass es der verunglückten Tochter den Umständen entsprechend gut ging.



Danach wurden wir von Ida und Kieth Waddel über die beeindruckende Missionsstatoon und das dazugehörige Krankenhaus geführt. Wir genossen ihre Gastfreundschaft und das Gespräch mit ihnen. Es gäbe viel davon zu berichten. Ich fasse es kurz zusammen:
Armut, Kultur, Bildung und HIV/AIDS - die Zusammenhänge sind unglaublich kompliziert. Einfache Lösungen gibt es nicht. Oder vielleicht doch? Eine Verhaltensänderung der Menschen durch die Kraft des Evangeliums, die sexuelle bzw. eheliche Treue nach sich zieht?!



Den Abschluss des Tages bzw. der gesamten Reise feierten wir dann in der Nähe Livingstones in einem Restaurant am Ufer des Sambesi. Alle Reiseteilnehmer drückten eine tiefe Dankbarkeit für die Reise, die berührenden Eindrücke und für die gute Gemeinschaft untereinander aus. Vielen Dank! Ihr wart eine tolle Gruppe. Aber Moment - der letzte Tag ist ja erst Morgen!




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