Montag, 7. September 2009

Fasten your Seatbelts: Letzte Meldung aus Sambia - auch von Horst Schl.


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So, nachdem wir an der Straße bei Kafue Giraffen und Sonstiges Kleingetier eingekauft haben und wir dann in Lusaka gut gegessen (und auch geduscht) haben, sitzen wir nun, um 23:30 im Flughafen von Lusaka kurz vor Boarding. Es geht heim. Das ist das vorläufige Ende meines Reiseblogs.
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Weitere Infos zum Thema HIV/AIDS auf der Atkins-Farm

Wir wurden von Nina und George Atkins auf ihrer Farm zur Mittagspause erwartet. Sie hatten unerwartet ein tolles Buffet für uns aufgebaut. Klasse!

Hochinteressant wurde es dann, als Nina, selbst eine Hebamme, die drei Tage pro Woche im Busch arbeitet, über ihre Erkenntnisse zum Thema AIDS sprach. Sie ist dabei, ein Leerbuch zu schreiben, welches vor Ort angewendet werden soll. Dabei erlebt sie viele Anfechtungen.
Nina zeigte nochmals die komplizierten Zusammenhänge auf. Unter anderem erklärte sie, warum das ABC-Programm nicht funktioniert. Das "A" für Abstinenz und das "B" für Be faithful werden nur belächelt. Und 99% bevorzugen Sex ohne Condom. Soviel zu "C". ABC ist ein westliches Konzept, welches nicht ins südliche Afrika passt.
Die Lösung liegt in einer Verhaltensänderung. Die Frage ist jedoch, wie diese geschehen kann? Nina erzählte ein eindrückliches Beispiel nach dem anderen über die "Gefangenschaft" der Männer und Frauen in ihrer kulturell-traditionellen Prägung. Es ging vom Frauen- und Männerbild (und viel falsch verstandener christlicher Lehre dazu - eher alttestamentlich und gesetzlich) über das Problem des Brautpreises (die Frau wurde gekauft und hat nun entsprechend zu "performen") bis hin zu einer falsch verstandenen Sexualität (Sex ist fast immer mit einer Gegenleistung verbunden und bewegt sich damit fast schon an der Grenze zur Prostitution, bzw. wird diese Grenze leicht überschritten). Immer, wenn über Veränderungen gesprochen wird, dann ist man bald bei religiösen bzw. christlichen Themen angelangt. Das ist einfach in den Alltag der Sambianer eingewoben und kann nicht losgelöst von der AIDS-Problematik behandelt werden.
Nina sagte, das letztlich nur wenig Hoffnung da sei. Aber wenn durch die Kraft des Evangeliums und durch den Heiligen Geist nur einige verändert würden, dann würde sich jeder Einsatz lohnen. Denn diese Menschen würden langfristig eine Veränderung bei vielen anderen bewirken.

Wow, das war eine interessante Begegnung. Die hat länger gedauert, als geplant. Jetzt sind wir wieder im Bus auf dem Weg nach Lusaka.

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Der 12. Tag: Alles geht einmal zuende

Heute Morgen waren alle schon früh auf. Es geht wieder heimwärts!
Um 7.15 Uhr war schon alles im Bus verstaut und wir verließen das Fawlty Towers Richtung ZigZag. Dort stand Frühstück auf dem Programm. Da dieses Mal vorbestellt war, ging alles viel schneller. Und ich hatte so schon um 7.45 Uhr mit meinem "Frühstück" zu kämpfen. Ehrlich. Aber gestandene Männer gewinnen solche Kämpfe natürlich auch früh am Morgen! ;-)



Mittlerweile sind wir schon knapp 2,5 Stunden unterwegs von Livingstone Richtung Lusaka. In etwa 1,5 Stunden werden wir die Atkins-Farm erreichen, wo wir eine Mittagspause einlegen werden.

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Live-Mitschnitt aus dem Gottesdienst in Mwandi


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In Mwandi hat der Westen noch nicht so stark Einzig gehalten. Es werden viele Lieder noch auf eher traditionelle Weise gesungen.
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Der 11. Tag: Armut, Kultur, Bildung und HIV/AIDS - die Zusammenhänge sind unglaublich kompliziert

Wieder ist ein langer Tag vorbei. Der Morgen begann um 7 Uhr recht dramatisch. Der Busfahrer hatte verschlafen. Aber das war es nicht, sondern dieses "zufällige Missgeschick" gab uns die Zeit, angemessen auf eine schlechte Nachricht zu reagieren.
Ein Reiseteilnehmer hatte die Nachricht erhalten, dass die Tochter am Abend zuvor in Deutschland einen schweren Verkehrsunfall erlitten hatte und im Krankenhaus lag. Was macht man da so weit weg in Sambia?Wir haben miteinander gebetet! Dabei stützten wir uns auf Gottes Zusage für diesen Tag, dass sein neuer Bund mit uns ewig besteht. Er ist treu und lässt uns nicht im Stich. Er hat alles unter Kontrolle:
"Gott sprach: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde." (1.Mose 9,13)
Was kann es angesichts des Regenbogen in der Gischt der Victoriafälle für eine deutlichere Zusage geben?

Nach dann schneller Fahrt ereichten wir doch noch pünktlich um 9 Uhr den Gottesdienst auf der Missionsstation Mwandi, etwa 120 km von Livingstone entfernt Richtung Sesheke/Katima Mulilo. Solch ein sambischer Bus fährt eben auch mal 120 bis 130 Sachen auf relativ guter Straße. Der Fahrer übersah nur ein Mal ein heftiges Schlagloch, was dann eine schlotternde Bustür nach sich zog. Konnte aber repariert werden.
Im Gottesdienst der United Church of Zambia saß auch der Lozi-Senior-Chief. Er ist der vierthöchste Lozi-Vertreter und ein überzeugter Christ. Aber auch er ist immer noch eingebunden in viele, letztlich nicht immer gute kulturelle Zwänge.
Wir verstanden im Gottesdienst nicht alles, weil auch in Stammessprache geredet und gesungen wurde. Aber vorne am Rednerpunkt stand aus Psalm 23 abgedruckt: "Der Herr ist mein Hirte!" Eine weitere Zusage, die unglaublich passend war. Denn der gute Hirte führt auch durch dunkle Täler. Und dann erfuhren wir, dass es der verunglückten Tochter den Umständen entsprechend gut ging.



Danach wurden wir von Ida und Kieth Waddel über die beeindruckende Missionsstatoon und das dazugehörige Krankenhaus geführt. Wir genossen ihre Gastfreundschaft und das Gespräch mit ihnen. Es gäbe viel davon zu berichten. Ich fasse es kurz zusammen:
Armut, Kultur, Bildung und HIV/AIDS - die Zusammenhänge sind unglaublich kompliziert. Einfache Lösungen gibt es nicht. Oder vielleicht doch? Eine Verhaltensänderung der Menschen durch die Kraft des Evangeliums, die sexuelle bzw. eheliche Treue nach sich zieht?!



Den Abschluss des Tages bzw. der gesamten Reise feierten wir dann in der Nähe Livingstones in einem Restaurant am Ufer des Sambesi. Alle Reiseteilnehmer drückten eine tiefe Dankbarkeit für die Reise, die berührenden Eindrücke und für die gute Gemeinschaft untereinander aus. Vielen Dank! Ihr wart eine tolle Gruppe. Aber Moment - der letzte Tag ist ja erst Morgen!




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Samstag, 5. September 2009

Gibt es irgendwo ein Naturwunder, welches man auf so verschiedene Weise erleben kann?

Genau das habe ich mich gefragt, als wir den Nachmittag und Abend erlebt haben.




1. Kolonialzeit-Grenzbrücke zwischen Simbabwe und Sambia
Von der alten Brücke hat man einen Blick auf den Boiling-Pot und auf die Fälle. Traumhaft! Und von der Brücke springen die Bunji-Jumper in die 110 Meter tiefe Sambesischlucht. Einfach verrückt!




2. Schluchtendrive
Der Sambesi führt nach den Fällen viele Kilometer durch in die Felsen eingeschnittene, bis zu 150 m tiefe Schluchten. Wer die ganze Szenerie verstehen will, kann sich per Google-Earth ein Bild machen.
Die Schluchten kann man sich von oben aus ansehen. D.h., wkenn man davon etwas weiß, denn das ist vollkommen unerschlossenes und somit auch ungesichertes Gebiet. Wer etwas sehen will, tritt an die Kante, hält sich an irgendeinem Ast fest und versucht den Blick nach unten auf den Sambesi zu erhaschen.







3. Baobab Tree
Von dem berühmtesten Baum Livingstones aus hat man einen guten Blick auf die Fälle. Die "Leiter" würde jedem in Deutschland einen Schreikrampf entlocken. Hier kümmert das keinen. Ich kenne das schon seit 1997 so ...




4. Sundowner am Sambesi
Das 5-Sterne-Hotel "Royal Livingstone" hat eine tolle Terasse direkt am Fluss. Und hier stehen uns, die wir uns solch ein Hotel eigentlich gar nicht leisten können, die Türen offen. Auch wenn die Getränke teurer als in Deutschland sind. Das Ding hat einfach Stil ...




5. Abendessen im Sambezi Sun
Zum Schluss des Tages genossen wir das 5-Gänge-Buffet im Hotel "Sambezi Sun". Es hat drei Sterne. Für das Ambiente und das Essen hätten die meisten von uns auch 4 Sterne vergeben. Aber vielleicht lag das auch nur am Krokodilfleisch vom Grill ...

Fazit:
Morgen fahren wir nach Mwandi und beschäftigen uns wieder mit der "realen" Welt Sambias. Und das ist auch gut so. Denn die Losung von heute hat auch schon alles ins rechte Licht gerückt. Das wollen wir auf keinen Fall vergessen:
"Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat."
(Sprüche 19,17)

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Der 10. Tag: Livingstone - Special experiences for everybody

Der erste Teil des Tages stand den Teilnehmern für selbstgewählte und auch selbst bezahlte (also nicht im Reisepreis von insgesamt 1930 EUR enthaltene) Aktivitäten zur Verfügung.
Einige flogen mit dem Hubschrauber, andere mit dem Microlight über die Fälle. Die leuchtenden Augen der Rückkehrer sagten mehr als 1000 Worte. Andere genossen Livingstone und den Bummel über den Markt.

Ich selbst setzte mit einem kleinen Boot oberhalb der Fälle zum Livingstone Island über. Dort auf dieser kleinen Insel kann man, direkt an der Fallkante stehend, die umwerfende Szenerie einmal von der "anderen Seite" bewundern. Spektakulär!
Das Ganze war mir aber fast etwas zu touristisch aufgemacht. Und viel zu teuer. Wie vieles mittlerweile hier in Livingstone. Die touristische Seite der Stadt boomt. Wehe aber, Simbabwe fängt sich wieder und der Tourismus blüht dort wieder auf. Vermutlich wird dann vieles in Sambia wieder zusammen brechen. Das geht hier ganz schnell. Im Zuge der weltweiten Finanzkrise hat das Sambezi Sun Hotel mal eben 200 Leute entlassen. Da gehen wir übrigens heute Abend hin essen. Hoffentlich müssen wir uns unser Fleisch nicht selbst braten ... ;-)
















Über die Mittagszeit traf ich mich zusammen mit Martin Hartmann und zwei Reiseteilnehmern mit zwei Ältesten aus der CCC-Church in Livingstone-Maramba. Im Jahr 2004 haben wir mit einer Reisegruppe beim Bau dieser Kirche geholfen. Vor ein paar Monaten wurde eingebrochen und es wurden 40 Plastikstühle gestohlen. Das Freiluft-Taufbecken ist zwar überdimensioniert groß, hat seinen Dienst aber schon oft getan. Damit keiner denkt, dass hier Nichtschwimmer ein Problem hätten: Es wird nur bis zur dritten Stufe aufgefüllt
...










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Mal wieder "Horst Schl." am Ende des 9. Tages



Der 9. Tag: Botswana - fast wie im Paradies

Im Paradies gab es jede Menge Tiere. Im Chobe Game Park in Botswana auch. Und dort waren wir heute.
Start war mal wieder früh am Morgen um 6.45 Uhr. Unser Bus fuhr uns in rund einer Stunde nach Kazungula an den Grenzübergang nach Botswana. Nach einem unvorhergesehenen Aufenthalt an einem Polizei- Roadblock wegen letztlich doch nicht fehlenden Papieren (vermutlich wollte der Typ nur Geld), kamen wir gut an der Grenze an. Mit kleinen Speedboten setzten wir über. Dabei überfuhren wir eines der ganz wenigen Vierländerecks der Welt.









Auf der anderen Seite erwartete uns ein fantastisch schöner Tag mit Game-Drive am Morgen per Boot über den Chobe-River, mit Mittagessen in der Chobe Safari Lodge und dann noch mit Game-Drive am Nachmittag per Jeep im Chobe Game Park.
































































Nach 12 Stunden waren wir wieder in Livingston. Martin H. kam dann auf die Idee, in der Nachtvzu den Sambesi-Schluchten zu fahren. Es war heute Vollmond. Eigentlich kann man dabei bei den Fällen einen Mondbogen (silbrig, nicht fotografierbar) beobachten. Leider fließt momentan zu wenig Wasser und so ist für dieses Naturschauspiel zu wenig Gischt vorhanden. Aber an den Schluchten war es sehr schön! Sehr romantisch aber auch sehr ehrfurchtgebietend. An dieser Stelle mit "God of Wonders" den Abend zu beschließen, hatte etwas ganz Besonderes ...

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Donnerstag, 3. September 2009

Der 8. Tag: Welcome to the mighty Sambesi

Wenn man es nicht irgendwann einmal mit eigenen Augen gesehen hat, kann man die Gefühle wohl kaum nachvollziehen, welche entstehen, wenn man sich den Victoriafällen nähert und das Donnern des Wassers stärker wird. "Mosi-o-Tunya" werden die Fälle genannt: Donnernder Rauch!
Man steht davor und kann nicht anders, als Gott anzubeten, der sich so etwas unbeschreiblich Schönes ausgedacht hat.

Genug geredet, auch wenn man es eigentlich selbst gesehen haben muss, gebe ich ein paar Bildimpressionen vom heutigen Tag weiter.

1. Station: Um 8 Uhr morgens Frühstück.
Nicht im unserem Guesthouse Fawlty Towers, sondern im Zig Zag. Eineinhalb Stunden Wartezeit! Aber dann ein Frühstück wie ein Mittagessen. Na denn, Mahlzeit!







2. Station: Victoriafälle
Auf knapp 2 Km Breite stürzt der Sambesi 110 Meter in die Tiefe. Einfach ein Naturwunder!



















3. Station: Boiling Pot, unterhalb der Victoriafälle.
Über Stock und Stein geht es 100 Höhenmeter hinunter zur ersten Rapid des Sambesi direkt am "Ausfluss" der Fälle. Hier startete übrigens im Jahr 2004 unsere Rafting-Tour. Im Boiling Pot habe ich damals zwei Mal ein unfreiwilliges Bad genommen ...



















4. Station: Victoriafälle entlang der Fallkante
Man kann zu dieser Jahreszeit auch in das Flussbett "hineinwandern", da nicht überall Wasser fließt. Das hat schon was ...







5. Station: Sunset-Cruise ab 16 Uhr auf dem Sambesi
Dieses Mal auf einem neuen, echt luxoriösen dreistöckigen Schiff. Zwei Stunden Fahrt in den Sonnenuntergang mit Krokodil zur Linken und Hippo zur Rechten. Vor sich ein gutes Glas Wein ... und auch mit Horst Schlämmer ... Womit haben/hatten wir das nur verdient?














6. Station: Lobpreis im Fawlty Towers
Als wir wieder zurück in unserem Guesthouse waren, trafen wir uns gegen 20 Uhr am Pool. Nach solch einem Tag konnten wir gar nicht anders, als Loblieder zu singen und Gott anzubeten!







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Mittwoch, 2. September 2009

Achtung: Auch Horst Schlämmer ist nach langer Reise in Livingstone angekommen


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Nach 12 Stunden und 30 Minuten sind wir gut in Livingstone angekommen. Die letzten eineinhalb Stunden ging es über relativ schlechte Piste neben der im Bau befindlichen Straße her. Mit offener Bustür, weil die AC ausfiel. Dafür haben wir dann eine Menge Staub geschluckt.
Sogar Horst S. ist gut angekommen. Aber hört einfach selbst rein.

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Fahrt nach Livingstone: Mittagspause auf Moorings Campsite




Ein paar Impressionen von unserer Mittagspause. Da wir schon Verspätung haben, werden wir es nicht zum Sundowner am Sambesi in Livingstone schaffen. So können wir nun den Aufenthalt genießen ...






Da wurde gegessen.



Hier können Gäste campen.



Links der Grillplatz.



Das letzte Bild zeigt eine typisch sambische Warmwasserversorgung.

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Der 7. Tag: Zwischenstop im House of Moses auf dem Weg nach Livingstone

Heute morgen wurde das Gepäck um 5.30 Uhr in unserem Bus verstaut. Vor der Abreise aus Kabwe gab es Kaffee oder Tee und dann stiegen alle immer noch verschlafen ein. In Lusaka gab es gegen 8.30 Uhr einen kleinen Frühstücksimbiss im Einkaufszentrum Manda Hill

Jetzt, um 10 Uhr verlassen wir Lusaka gerade. Dazwischen lag ein beeindruckender Besuch im House of Moses.






Das ist ein Waisenheim, aus den USA unterstützt, in dem rund 40 Kleinkinder aufgepäppelt und nach Moglichkeit wieder in Familien integriert werden. Es hat viele sehr berührt, die Kinder zu halten. Mein "kleiner Freund" wollte gar nicht mehr von meinem Arm herunter.
Übrigens waren vor Kurzem auch schon Besucher aus der Berliner Lukas-Gemeinde hier.

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"Horst Schlämmer" grüßt aus Afrika


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Zwischendurch darf auch mal gelacht werden - besonders dann, wenn einer aus der Gruppe zum "Horst" wird. Köstlich! Genießt einfach seinen Gruß aus Sambia. ;-)

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Dienstag, 1. September 2009

Der 6. Tag: Compoundwanderung - oder wenn man plötzlich im Bett des Gastgebers steht

Heute stand eine unvergessliche Wanderung durch verschiedene Compounds zusammen mit BOCCS-Sozialarbeitern und ehemaligen Schülern auf dem Programm.






Compounds bezeichnen slumartige, ungeplante Siedlungsgebiete. Dort siedeln sich aufgrund der Landflucht immer mehr Menschen an. Es gibt so gut wie keine Arbeit, keinen Strom, kein Geld und nur wenig Wasser. Dafür enorm viele Kinder, von denen nur ein geringer Teil eine Schule besucht.

Folgend ein paar Streiflichter von der Wanderung per Bild.






So sieht es in den Häusern aus. Kaum Inventar. Man sitzt auf dem Boden.






Das ist der Kleiderschrank und das Bett. Nur das Dach fehlt noch. Die Familie muss es irgendwie (nun aufgrund unserer Hilfe) schaffen, das Dach noch vor der im November beginnenden Regenzeit dicht zu bekommen.






So sieht ein "Badezimmer" aus. Man nimmt Wasser mit, setzt sich auf den Boden und wäscht sich.






Das ist ein BOCCS-Patenkind. Der 13jährige versorgt seinen jüngeren Bruder und seine 80jährige Oma. Der Rest der Familie ist gestorben. Die Oma war sehr krank und saß hilflos draußen auf dem Boden. Die Familie lebt nur von der Lebensmittelzuteilung über die Patenschaft aus Deutschland. Das reicht nicht - so werden dann einfach Ratten zum Mittag gebraten.

Ich werde eine Begebenheit so schnell nicht vergessen: Im minikleinen Haus der Familie stellte ich mich einen Meter neben dem Eingang an die Wand, um noch anderen Platz zu machen. Die Sozialarbeiterin erklärte, wo der Junge sein Bett hat - und ich stand mitten drin! Ich hatte einfach das schmutzige, auf dem nackten Boden liegende Handtuch unter meinen schmutzigen Schuhen für eine Bodenabdeckung, nicht aber für ein "Bett" gehalten. Es war mir sehr unangenehm.
Diese unbeschreibliche Armut lässt einen nicht mehr los, wenn man sie einmal so hautnah erlebt hat.



Der krasse Gegensatz dazu war dann unser Mittagessen in einem gut geführten Restaurant etwas außerhalb von Kabwe. Aber auch dieses Erleben der Kontraste gehört zu Afrika dazu.

Und jetzt gute Nacht. In 4 1/2 Stunden klingelt der Wecker für unseren morgigen langen Trip nach Livingstone.
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