Ein Reiseteilnehmer hatte die Nachricht erhalten, dass die Tochter am Abend zuvor in Deutschland einen schweren Verkehrsunfall erlitten hatte und im Krankenhaus lag. Was macht man da so weit weg in Sambia?Wir haben miteinander gebetet! Dabei stützten wir uns auf Gottes Zusage für diesen Tag, dass sein neuer Bund mit uns ewig besteht. Er ist treu und lässt uns nicht im Stich. Er hat alles unter Kontrolle:
"Gott sprach: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde." (1.Mose 9,13)
Was kann es angesichts des Regenbogen in der Gischt der Victoriafälle für eine deutlichere Zusage geben?
Nach dann schneller Fahrt ereichten wir doch noch pünktlich um 9 Uhr den Gottesdienst auf der Missionsstation Mwandi, etwa 120 km von Livingstone entfernt Richtung Sesheke/Katima Mulilo. Solch ein sambischer Bus fährt eben auch mal 120 bis 130 Sachen auf relativ guter Straße. Der Fahrer übersah nur ein Mal ein heftiges Schlagloch, was dann eine schlotternde Bustür nach sich zog. Konnte aber repariert werden.
Im Gottesdienst der United Church of Zambia saß auch der Lozi-Senior-Chief. Er ist der vierthöchste Lozi-Vertreter und ein überzeugter Christ. Aber auch er ist immer noch eingebunden in viele, letztlich nicht immer gute kulturelle Zwänge.
Wir verstanden im Gottesdienst nicht alles, weil auch in Stammessprache geredet und gesungen wurde. Aber vorne am Rednerpunkt stand aus Psalm 23 abgedruckt: "Der Herr ist mein Hirte!" Eine weitere Zusage, die unglaublich passend war. Denn der gute Hirte führt auch durch dunkle Täler. Und dann erfuhren wir, dass es der verunglückten Tochter den Umständen entsprechend gut ging.

Danach wurden wir von Ida und Kieth Waddel über die beeindruckende Missionsstatoon und das dazugehörige Krankenhaus geführt. Wir genossen ihre Gastfreundschaft und das Gespräch mit ihnen. Es gäbe viel davon zu berichten. Ich fasse es kurz zusammen:
Armut, Kultur, Bildung und HIV/AIDS - die Zusammenhänge sind unglaublich kompliziert. Einfache Lösungen gibt es nicht. Oder vielleicht doch? Eine Verhaltensänderung der Menschen durch die Kraft des Evangeliums, die sexuelle bzw. eheliche Treue nach sich zieht?!

Den Abschluss des Tages bzw. der gesamten Reise feierten wir dann in der Nähe Livingstones in einem Restaurant am Ufer des Sambesi. Alle Reiseteilnehmer drückten eine tiefe Dankbarkeit für die Reise, die berührenden Eindrücke und für die gute Gemeinschaft untereinander aus. Vielen Dank! Ihr wart eine tolle Gruppe. Aber Moment - der letzte Tag ist ja erst Morgen!

—-- gepostet von meinem iPhone
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